Schwimmen in Salzwasser

Autor: Bram Vermeer

Titel: Knagende Vragen over alledaagse verschijnselen [Bohrende Fragen über alltägliche Phänomene]

Verlag/Ort: Uitgeverij Nieuw Amsterdam / Amsterdam, Niederlande

Erschienen: Oktober 2009

Umfang: 366 Seiten, 85.000 Wörter

Preis: € 17,95

ISBN: 9789046806357

Kann man in salzigem Wasser leichter einen Schwimmrekord brechen?


In salzhaltigem Wasser liegt man weniger tief im Wasser und kann sich leichter treiben lassen. Ein Schwimmer muss denn auch weniger Wasser verdrängen. Es scheint also, dass es sich in Salzwasser leichter schwimmen lässt. Deshalb hat man auch mit dem Salzgehalt im Wasser von Wettkampfschwimmhallen herumexperimentiert. Aber es stellte sich heraus, dass es keinen Vorteil bietet. Die schnellste Schwimmhalle der Welt, das Olympiabad in Peking, hat deshalb kein Salzwasser. Weniger Tiefgang ist nicht immer gleichbedeutend mit größerer Geschwindigkeit. Wer schon mal im Toten Meer geschwommen hat, weiß wie unbeholfen und unstabil man darin schwimmt. Wichtiger ist die Ausgangsposition, um genügend Kraft einsetzen zu können, und die Stromlinienform, die man als Schwimmer einnimmt. Auch ein Haubentaucher schwimmt unter Wasser schneller als auf dem Wasser. Daher bleiben Wettkampfschwimmer heutzutage nach dem Eintauchen länger unter Wasser und tauchen beim Brustschwimmen den Kopf unter Wasser. Unter Wasser bleiben ist sogar so vorteilhaft, dass es dafür Regeln gibt: Ein Schwimmer muss nach spätestens 15 Metern mit dem Kopf aus dem Wasser auftauchen, sonst wird er disqualifiziert.