Radrennfahrerbeine

Autor: Bram Vermeer

Titel: Knagende Vragen over alledaagse verschijnselen [Bohrende Fragen über alltägliche Phänomene]

Verlag/Ort: Uitgeverij Nieuw Amsterdam / Amsterdam, Niederlande

Erschienen: Oktober 2009

Umfang: 366 Seiten, 85.000 Wörter

Preis: € 17,95

ISBN: 9789046806357

Warum rasieren sich Radrennfahrer ihre Beine?


Du musst sie doch auch genießen, diese Radrennfahrerbeine? Stell dir einmal einen Radrennfahrer in so einem coolen, eng anliegenden Dress vor – und plötzlich ragen behaarte Beine aus seiner Elastanhose. Das sieht einfach nicht gut aus. Aber Rasieren hat auch praktische Gründe. Die Radrennsaison beginnt im Frühjahr. Wegen der Kälte und des Regens in dieser Jahreszeit werden wärmende ölhaltige Produkte auf die Beine geschmiert. Das geht leichter, wenn die Beine enthaart sind. Unbehaarte Beine lassen sich nach dem Rennen auch einfacher wieder sauber schrubben. Viele Spitzenradrennfahrer werden vor oder nach dem Wettkampf massiert, meist mit Öl. Mit Haaren an den Beinen ist das sowohl für den Masseur als auch für den Fahrer unangenehm. Zudem glauben Radrennfahrer auch schon mal, dass glatte Beine den Luftwiderstand verringern. Dieser Vorteil kommt hauptsächlich im Kopf zum Tragen, denn auch Psychologie ist wichtig beim Siegen. Früher glaubte man auch, dass Haarlosigkeit sich günstig auf die Heilung nach Stürzen auswirke, da es so einfacher wäre, Bakterien abzuwaschen. Aus demselben Grund wurden Patienten kurz vor einer Operation rasiert. Doch das Rasieren selbst hinterlässt kleine Wunden, die das Risiko einer Infektion gerade vergrößern.