Nass und dunkel

Autor: Bram Vermeer

Titel: Knagende Vragen over alledaagse verschijnselen [Bohrende Fragen über alltägliche Phänomene]

Verlag/Ort: Uitgeverij Nieuw Amsterdam / Amsterdam, Niederlande

Erschienen: Oktober 2009

Umfang: 366 Seiten, 85.000 Wörter

Preis: € 17,95

ISBN: 9789046806357

Warum ist nasse Kleidung immer dunkler als trockene?


Fast alles, was nass wird, sieht dunkler aus. Das gilt für Ackerböden, Gehwegplatten, Asphalt, Beton, einen Schwamm, Papier, Baumrinde und Backstein. Nur bei glatten Oberflächen ist es manchmal anders. Das Besondere an glatten Oberflächen liegt darin, dass sie das Licht nur in einer Richtung reflektieren. Wenn man zufällig im richtigen Winkel zum Lichteinfall steht, erscheint die Oberfläche hell, von allen anderen Positionen aus wirkt sie dunkel.

Wenn eine Oberfläche rau oder porös ist, ähnelt sie einem ungeschliffenen Spiegel. Es gibt immer Stellen auf dieser Oberfläche, die genau den richtigen Winkel haben, um das Licht in deine Richtung zurückzuwerfen. Deshalb sieht man immer etwas reflektierendes Licht, wo man auch steht, und dadurch wirkt es dann relativ hell. Sobald Wasser auf das Material trifft, ändert sich dies. Das Wasser füllt alle Löcher und macht die Oberfläche glatt. Infolgedessen reflektiert es das Licht nur noch in eine Richtung. Versuche es selbst, betrachte einen nassen Fleck unter einer starken Lampe, und du wirst sehen, dass er aus einem bestimmten Winkel aus betrachtet, hell aussieht; aus allen anderen Winkeln betrachtet scheint er dunkel.