Badeente

Autor: Bram Vermeer

Titel: Knagende Vragen over alledaagse verschijnselen [Bohrende Fragen über alltägliche Phänomene]

Verlag/Ort: Uitgeverij Nieuw Amsterdam / Amsterdam, Niederlande

Erschienen: Oktober 2009

Umfang: 366 Seiten, 85.000 Wörter

Preis: € 17,95

ISBN: 9789046806357

Kann man das Loch in einer Badeente nicht besser dicht machen? Dann läuft auch kein schmutziges Badewasser hinein.


Eine Badeente entsteht, indem ein erhitzter Kunststofffilm gegen die Wände einer Gussform geblasen wird. Wenn die Ente ihre Form erhalten hat, öffnen sich die beiden Hälften der Gussform – das erklärt auch die grobe Naht auf dem Kunststoff. Das Endprodukt wird dann aus der Gussform geworfen, ist jedoch noch warm. Wenn die Kunststoffform in sich geschlossen wäre, würde sich die Luft im Innern der Badeente während des Abkühlens zusammenziehen. Dadurch würde die Ente in sich zusammenschrumpfen. Durch das Loch strömt während des Abkühlens zusätzliche Luft hinein, so dass die Badeente in der richtigen Form bleibt. Aber noch wichtiger ist es, dass das Loch die Ente gegen Wechselbäder schützt. Es verhindert Verformungen durch Temperaturschwankungen. Kleb das Loch einmal zu, dann merkst du den Unterschied. Lass die zugeklebte Ente eine Weile in warmem Wasser schwimmen. Danach darf sie auf dem kalten Festland ausruhen. Der kleine Körper wird sich schon bald zusammenziehen. Es gibt auch dichte Badeenten, doch die haben alle einen Überdruck im Inneren und einen garantiert luftdichten Verschluss. Wenn man so eine Ente abkühlt, bleibt sie aufgebläht.

Das Loch ist aber auch zu schön. Meist hat es einen scharfen Rand, so dass es quietscht, wenn man die Ente drückt. Drücken und quietschen finden Kinder phantastisch. Es gibt auch Enten mit einem Loch hinten, aus dem man einen Wasserstrahl herausspritzen lassen kann. Sehr schön für das Windelalter.